Die erste gemeinsame Wohnung - Von wegen romantisch

19.3.17

Die Probleme mit der ersten eigenen Wohnung kennen wir dank Nessas liebevollem Beitrag mittlerweile alle. Es fehlt an allen Ecke und Enden sowohl am Mobiliar als auch am Inhalt der Schränke. Man vergisst viele Dinge, weil sie bei den Eltern doch selbstverständlich waren und es dauert gut ein paar Monate, bis man sich das erste eigene Heim so zurecht gesammelt hat, wie man es brauchen kann. Doch dann hört das Sammeln ja leider nicht auf und irgendwann lernt man eben doch den Mann fürs Leben kennen und kommt auf die romantische Idee, aus zwei Wohnungen eine zu machen. Das bleibt leider nur auf den ersten Blick romantisch ihr Lieben, auf den zweiten Blick stellt man fest, wie viel Arbeit das ganze wird.

Die erste gemeinsame Wohnung - von wegen romantisch
Die erste gemeinsame Wohnung
Aktuell ist es ein wenig stiller hier auf dem Blog, was daran liegt, dass ich neben meinen täglichen Umzugs-Nervenzusammenbrüchen gerade kaum Zeit für den Laptop hier finde.
Die Frage des Zusammenziehens stellt sich wohl bei jedem Paar über kurz oder lang, jedenfalls wenn man es ernst mit dem Partner meint. In meinem Fall muss ich sagen, leben wir eigentlich schon seit einem Jahr zusammen, da ich  ohnehin nur noch alle zwei bis vier Wochen in meine Wohnung gefahren bin um die Blumen zu gießen. Trotzdem ist richtig zusammen ziehen irgendwie noch einmal etwas vollkommen anderes.
Das Positive? Es wird viel billiger, als der erste Auszug aus dem Elternhaus, denn mittlerweile hat man ja alle Möbel und deren Inhalte. Somit muss man maximal die Umzugsfirma bezahlen und gegebenenfalls alte Möbel, die man schon längst einmal loswerden wollte bei Ebay Kleinanzeigen verscherbeln. Wenn man allerdings zwei Wohnungen zusammenlegt, hat man mit einem Schlag alles doppelt.
Aktuell besitzen wir also zwei Betten, vier Nachttische, drei Couchen, zwei Wohnwände, zwei Fernseher, zwei Wohnzimmertische, sechs Regale und jede Menge Schrankinhalt, den man erst einmal ausmisten und sortieren muss. Das Gute an unseren Umzugsplänen ist wohl, dass wir erstaunlich gut in der Zeit liegen, denn während andere ihre Wohnungen einfach von A nach B verlagern, dachten wir uns das wär doch zu langweilig. Wir tauschen die Dachwohnung gegen den ersten Stock und holen zusätzlich all meine Sachen aus meiner Wohnung. Das heißt im Klartext, alles im ersten Stock muss hoch in den zweiten und umgekehrt und mach das ganze platztechnisch zu einem wirklichen Drahtseilakt.
Und dann kommt die Kombination der Möbel. Mädels kennen das sicher, wir richten unsere Wohnung für gewöhnlich so ein, dass alles farblich abgestimmt ist, jedes Pflänzchen und jeder Teppich zu seinem Möbelstück passt und machen uns brav Gedanken darüber, wie die Wandfarben gestaltet werden möchten.

Ich muss gestehen, das alles hab ich in meiner alten Wohnung gemacht, in der neuen sieht es aktuell so aus, dass ich die Wände weiß gestrichen habe und ehrlich gesagt zu faul für Farben bin. Muss man am Ende doch nur wieder irgendwann überstreichen. Dafür bin ich diesmal etwas optimistischer was meinen nicht vorhandenen Dekorationssinn angeht. In meiner alten Wohnung hab ich mich einfach die letzten fünf Jahre nie wirklich heimisch gefühlt, es war für mich immer die lästige Übergangslösung aus der ich ohne hin so bald wie möglich wieder ausziehen wollte. Dementsprechend hat es sich für mich nie rentiert großartig Deko anzuschaffen, wären nur unnötige Staubfänger gewesen, die man zusätzlich mi Putzen hätte müssen. Diesmal fühl ich mich jetzt schon sehr wohl dort wo ich bin und bin tatsächlich gewillt eventuell ein bisschen Deko anzuschaffen.

Was unsere Möbel angeht, haben wir mittlerweile schon einiges verteilt oder sind es ganz einfach losgeworden. Beispielsweise hatten wir zwei Betten und vier Nachtkästchen, von denen wir definitiv nur eines benötigen. Das andere Bett wurde getrost an meinen Nachmieter verschenkt. Wie es der glückliche Zufall will haben wir passen dazu aktuell auch noch drei Couchen. Selbst wenn ich eine davon als Schlafsofa ins Büro stelle sind die beiden anderen immer noch eine zu viel fürs Wohnzimmer. Natürlich behält man die Schönste selbst, was also macht man mit der überflüssigen Zweiten? Auch schön sind die beiden Wohnwände, bei denen wir uns nun allerdings für meine entschieden haben, da meine Wohnwand so das einzige war, dass ich an meiner alten Wohnung wirklich geliebt habe.
In Punkto Kleiderschrank bin ich ganz froh, dass mein alter Kleiderschrank nicht nur jenseits von gut und böse ist und einen Umzug gar nicht mehr überleben würde, sondern dass der meines Freundes für uns beide reicht. Ja Mädels ihr lest richtig, sein Kleiderschrank ist tatsächlich um ein vielfaches größer als mein eigener. Note Sechs für mich und Frauenklischees. Diese Wertung mach ich allerdings mit meinem Schuhregal und den schlappen achtzig paar Schuhen wieder wett würde ich sagen.
Jedenfalls ist es eine durchwegs romantische Reise, die wir gerade erleben. Früh morgens aufstehen, den halben Tag lang mit Pannen verbringen, denn selbst wenn man den Umzugskarton noch so sorgfältig gepackt hat bricht natürlich der mit Gläsern beim Anheben nach unten durch und hinterlässt ein Scherbenmeer. Beim Streichen von ein bisschen Putz erschlagen zu werden zählt da eher zu den harmlosen Zwischenfällen. Und mal ehrlich, am Samstag Abend um halb neun einzuschlafen, weil man den ganzen Tag gestrichen und geschleppt hat kommt sicher auch auf die Liste der jugendlichen Partypeople von heute. Ich hoffe das Gefühl bereits achtzig zu sein verflüchtigt sich nach diesen vier Wochen wieder.

Dennoch aktuell liegen wir gut im Zeitplan, nächstes Wochenende gibt es neue Böden für Schlafzimmer und Büro und dann kann schon mal ein Großteil umgezogen werden. Kennt ihr diesen Drahtseilakt aus zwei Wohnung eine zu machen auch?




× By Heidi ×

Schon 26 Jahre und trotzdem noch nicht erwachsen. Ein kleines bisschen verrückt mit großem Herz und vor allem großer Klappe, bin ich gepaart mit sehr viel Kreativität für jeden Blödsinn zu haben. Lippenstift und Jacken sind meine nicht ganz so geheime Leidenschaft, irgendwo will man dem Klischee des Mädchens ja doch gerecht werden.

Als kleines Landei pendle ich so ziemlich jeden Tag zwischen Dorf und Großstadt hin und her und weigere mich weiterhin, mich entwurzeln zu lassen. Von mir gibt's auf jeden Fall eine ordentlich Portion schonungslose Wahrheit und eben alles, was mir täglich so entgegen springt und mich begeistert.

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2 Kommentare

  1. Oh ja! Ich bin auch zu meinem Freund gezogen & bin soo froh wenn wir im April endlich meine Möbel aus meiner Wohnung holen! (500km weit weg). Es ist ja total anders in einer Wohnung zu leben in dem kein Möbelstück selbst ausgesucht wurde. Hier fehlt schon einiges! Ich bin aber schon total gespannt wie viel Streit dann aufkommen wird, was behalten wird und was nicht ! :D

    Liebste Grüße - Mia von http://takemeback-tothestars.blogspot.de/

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    1. Liebe Mia, das glaub ich dir sofort! Ich kanns auch kaum mjehr erwarten, bis meine Möbel endlich da sind. Mir ging es jetzt auch monatelang genauso. Ist einfach etwas anderes, wenn es die eigenen sind. Ich bin gespannt, wie die Aufteilung so bei euch läuft ;)
      Liebste Grüße
      Heidi

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